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Futtermanagementsysteme für Milchviehbetriebe: Worauf Sie achten sollten und warum sie wichtig sind

Die Fütterung stellt einen der größten Kostenfaktoren in einem Milchviehbetrieb dar und ist zugleich einer der Faktoren, die die Leistung der Tiere am unmittelbarsten beeinflussen.

Aus diesem Grund bedeutet eine effiziente Fütterungssteuerung weit mehr als nur die Zubereitung der richtigen Ration.

Landwirte müssen wissen, ob die Betriebsmitarbeiter die Futterration korrekt zusammengestellt haben, ob jede Gruppe die richtige Futtermenge erhalten hat und wie viel die Tiere tatsächlich gefressen haben. Darüber hinaus müssen sie verstehen, wie sich die Qualität der Futtermittelbestandteile im Laufe der Zeit verändert und wie sich Fütterungsentscheidungen auf die Produktion und die Rentabilität auswirken.

Hier spielen Futtermanagementsysteme für Milchviehbetriebe eine immer wichtigere Rolle.

Moderne Technologien für das Futtermanagement verbinden die Rationsplanung, die Futterzubereitung, die Futterausgabe und die Leistungsüberwachung miteinander. Dadurch können Landwirte die alltäglichen Fütterungsvorgänge in messbare Daten umwandeln, die eine fundiertere Entscheidungsfindung ermöglichen.

Was ist ein Fütterungsmanagementsystem für Milchvieh?

Ein Fütterungsmanagementsystem ist eine digitale Lösung, die Landwirten dabei hilft, den gesamten Fütterungsprozess zu verwalten und zu überwachen.

Je nach Technologie können Landwirte und Berater diese nutzen, um folgende Bereiche zu steuern:

Fortgeschrittenere Systeme gehen über die reine Aufzeichnung der Vorgänge bei der Futterzubereitung hinaus.

Stattdessen sorgen sie für einen kontinuierlichen Informationsfluss von der Futterplanung über die Futterausgabe bis hin zur Leistungsanalyse. Dadurch erhalten Landwirte und Berater einen klareren Überblick darüber, was täglich tatsächlich geschieht.

DTM-Software von Dinamica Generale

Warum das Futtermanagement immer wichtiger wird

Ein Berater kann auf dem Papier eine perfekt ausgewogene Ration zusammenstellen. Das Endergebnis hängt jedoch auch davon ab, wie genau der Betrieb diese Ration zubereitet und ausfuttert.

Jeden Tag treten geringfügige Abweichungen auf.

Beispielsweise können die Betreiber leicht unterschiedliche Mengen an Zutaten einfüllen. Der Trockenmassegehalt der Zutaten kann sich ändern. Die Futterqualität kann variieren. Zudem können die Tiere mehr oder weniger Futter zu sich nehmen als erwartet.

Wenn landwirtschaftliche Betriebe diese Schwankungen nicht erfassen, kann sich nach und nach eine Diskrepanz zwischen der vom Berater geplanten Ration und der Ration, die die Tiere tatsächlich erhalten, ergeben.

Ein Fütterungsmanagementsystem trägt dazu bei, diese Lücke zu schließen, indem es während des gesamten Fütterungsprozesses objektive Informationen liefert.

Daher können Landwirte, anstatt sich ausschließlich auf Annahmen zu verlassen, die geplanten Fütterungsmaßnahmen mit der tatsächlichen Umsetzung vergleichen.

Wichtige Funktionen, auf die Sie bei einem Futtermanagementsystem achten sollten

Nicht jede Lösung für das Futtermanagement bietet denselben Grad an Kontrolle.

Daher ist es bei der Bewertung eines Systems für einen Milchviehbetrieb wichtig, mehrere Schlüsselbereiche zu berücksichtigen.

1. Rations- und Rezeptverwaltung

Zunächst einmal sollte das System das Erstellen, Ändern und Verwalten von Fütterungsrezepten vereinfachen.

Landwirte und Berater sollten zudem in der Lage sein, Änderungen umgehend an die für die Futterzubereitung zuständigen Personen weiterzugeben. Auf diese Weise können die Betreiber stets mit aktuellen Fütterungsanweisungen arbeiten.

Darüber hinaus können landwirtschaftliche Betriebe, die die Fütterung häufig umstellen, von Instrumenten profitieren, die es ihnen ermöglichen, künftige Anpassungen zu planen.

Beispielsweise möchte ein Landwirt oder Berater möglicherweise einen Inhaltsstoff zu einem bestimmten Zeitpunkt einführen oder entfernen. Alternativ möchte er dessen Menge möglicherweise gemäß einer vordefinierten Fütterungsstrategie schrittweise erhöhen oder verringern.

2. Ladegenauigkeit

Evonir auf einem Gezogenen Futtermischwagen – Beladen – Evonir auf einem Gezogenen Futtermischwagen – Entladen – TMR-Homogenität

Zu wissen, welche Maschinen geladen werden sollen, ist nur der erste Schritt. Der Betrieb muss zudem wissen, was die Maschinen tatsächlich in den Mischwagen laden.

Durch die Anbindung der Futtermanagement-Software an das Wiegesystem können Landwirte die Genauigkeit der Dosierung überwachen und wiederholte Über- oder Unterdosierungen bestimmter Zutaten erkennen.

Folglich kann eine höhere Verladegenauigkeit zu gleichmäßigeren Futterrationen beitragen und die Kontrolle über die Futterkosten verbessern.

3. Steuerung der Futterzufuhr

Sobald die Betreiber die Futterration zubereitet haben, stellt sich eine weitere wichtige Frage:

Hat jede Gruppe die geplante Futtermenge erhalten?

Aus diesem Grund sollte ein umfassendes Futtermanagementsystem sowohl das Entladen und die Futterzufuhr als auch das Beladen überwachen.

Durch die Erfassung der an jeden Stall oder jede Gruppe gelieferten Mengen können Landwirte Abweichungen zwischen der geplanten und der tatsächlichen Fütterung schnell erkennen.

Darüber hinaus kann die Überwachung der Fütterungszeiten wertvolle Informationen über die Fütterungsroutinen und die Konsistenz der Betriebsabläufe liefern.

4. Überwachung der Trockenmasseaufnahme

Die Überwachung der Futteraufnahme ausschließlich auf Basis der Futtermenge, wie sie verabreicht wird, liefert nicht immer ein vollständiges Bild.

Tatsächlich kann sich der Trockenmassegehalt der Futtermittelzutaten erheblich verändern, insbesondere bei Silage und anderen feuchten Futtermitteln.

Daher hilft die Überwachung der Trockenmasseaufnahme Landwirten und Beratern dabei, genauer zu verstehen, wie viel Futter die Tiere tatsächlich auf Trockenmassebasis aufnehmen.

Darüber hinaus erleichtert die Kombination von Fütterungsdaten mit Informationen zur Trockenmasse der Futtermittelzutaten einen einheitlichen Vergleich der Futteraufnahme über einen längeren Zeitraum hinweg.

5. Umgang mit Futterverweigerung

Was die Tiere hinterlassen, ist ebenso wichtig wie das, was der Betrieb liefert.

Durch die Überwachung der Futterrückstände können Landwirte feststellen, ob die an die einzelnen Gruppen gelieferte Menge mit der tatsächlichen Futteraufnahme übereinstimmt.

Beispielsweise können durchgehend hohe Futterresten auf unnötige Futterkosten hindeuten. Andererseits können sehr geringe Futterresten darauf hindeuten, dass der Betrieb die Futterverfügbarkeit überprüfen sollte.

Daher sollten Landwirte die Daten zur Futterverweigerung gemeinsam mit den gelieferten Futtermenge und der Trockenmasseaufnahme analysieren, anstatt sie als isolierten Wert zu betrachten.

6. Bestandsaufnahme der Zutaten und Futterkosten

Auch das Futtermanagement hat eine wichtige wirtschaftliche Dimension.

Ein digitales System kann Landwirten dabei helfen, den Verbrauch von Futtermitteln zu überwachen und den Lagerbestand entsprechend den tatsächlichen Fütterungsaktivitäten anzupassen.

Dadurch erhalten Landwirte einen besseren Überblick über:

Darüber hinaus können Landwirte bei Schwankungen der Rohstoffpreise sofort erkennen, wie sich diese auf die gesamten Futterkosten auswirken.

Diese Informationen können Kaufentscheidungen, die Lagerverwaltung und die Kostenkontrolle bei der Futterzuteilung unterstützen.

7. KPIs im Bereich Fütterung und Leistungsanalyse

Das bloße Erfassen von Daten führt nicht zu einer Verbesserung der Fütterungsleistung.

Stattdessen benötigen landwirtschaftliche Betriebe Instrumente, die alltägliche Fütterungsvorgänge in klare und aussagekräftige Leistungskennzahlen (KPIs) umwandeln.

So können Landwirte und Berater beispielsweise Folgendes überwachen:

Dashboards und Berichte erleichtern die Interpretation dieser Kennzahlen. Dadurch können Anwender Trends, Ausreißer und Verbesserungspotenziale erkennen, ohne jeden Fütterungsdatensatz manuell analysieren zu müssen.

8. Integration mit Daten aus der Herdenverwaltung

Die Futterverwertung steht nicht für sich allein.

So gewinnt beispielsweise die Futteraufnahme deutlich an Aussagekraft, wenn Landwirte sie mit der Milchproduktion vergleichen.

Aus diesem Grund ermöglicht die Verknüpfung von Fütterungsdaten mit Daten zum Herdenmanagement den landwirtschaftlichen Betrieben die Berechnung von Kennzahlen wie der Futterverwertung und dem Ertrag abzüglich der Futterkosten.

Infolgedessen können Landwirte von der Frage „Wie viel Futter geben wir?“ zu einer weitaus relevanteren Frage übergehen: „Welche Ergebnisse erzielen wir mit dem von uns verwendeten Futter?“

9. Überwachung der Qualität der Zutaten

Eine weitere Herausforderung bei der Fütterung von Milchvieh ergibt sich aus den Schwankungen bei den Inhaltsstoffen.

Futtermittel weisen nicht immer dieselben Nährwerteigenschaften auf. Ihre Zusammensetzung kann je nach Feld, Silo und Ladung variieren. Darüber hinaus kann die Qualität sogar innerhalb derselben Lagerstätte schwanken.

Daher können landwirtschaftliche Betriebe ihr Futtermanagement verbessern, indem sie es mit NIR-Analyse.

Mithilfe der Nahinfrarot-Technologie können Landwirte wichtige Nährwertparameter von Futtermittelzutaten direkt auf dem Betrieb analysieren.

Durch die Kombination der NIR-Analyse mit Daten aus der Wägung und dem Fütterungsmanagement können landwirtschaftliche Betriebe einen engeren Zusammenhang herstellen zwischen:

was der Berater zusammengestellt hat, was der Betreiber verpackt hat, was der landwirtschaftliche Betrieb geliefert hat und die tatsächliche Qualität der verwendeten Zutaten.

Vom Futtermanagement bis zur präzisen Fütterung

Das Futtermanagement entwickelt sich zunehmend zu einem umfassenderen Konzept: der Präzisionsfütterung.

Die Präzisionszuführung kombiniert verschiedene Technologien, um den Zuführungsprozess auf der Grundlage realer Daten zu steuern.

Ein vernetztes Ökosystem kann beispielsweise Folgendes zusammenführen:

NIR-Analyse → Wiegen → Rationszubereitung → Futterausgabe → Futteraufnahmeüberwachung → Leistungsanalyse

Jeder Schritt liefert Informationen, die einen Mehrwert für den nächsten Schritt darstellen.

Daher besteht das Ziel nicht einfach darin, mehr Daten zu erheben. Vielmehr geht es darum, den Fütterungsprozess einheitlicher, messbarer und leichter zu handhaben zu gestalten.

Eine vernetzte Umgebung mit DTM

Dinamica Generale entwickelte den DTM – Daily TMR Manager entwickelt, um die verschiedenen Phasen des Fütterungsprozesses in Milchviehbetrieben in einer einzigen digitalen Umgebung zu vernetzen.

DTM unterstützt die Futterrationsplanung und -ausführung und erfasst dabei Daten von kompatiblen Wiegesystemen, die an Mischwagen installiert sind.

Dadurch können Landwirte und Berater die Fütterungsvorgänge, die Lagerbestände an Futtermitteln, die Kosten sowie wichtige Leistungsindikatoren über eine einzige Plattform überwachen.

Beispielsweise können sie Folgendes analysieren:

Darüber hinaus ermöglichen individuell anpassbare Dashboards jedem Nutzer, sich auf die Informationen zu konzentrieren, die für seinen landwirtschaftlichen Betrieb am wichtigsten sind.

DTM kann zudem Fütterungsdaten mit Informationen aus anderen Betriebsmanagementsystemen und den NIR-Technologien von Dinamica Generale verknüpfen. Auf diese Weise erhalten Landwirte und Berater einen umfassenderen Überblick über den Fütterungsprozess.

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Eine bessere Ernährung beginnt mit besseren Informationen

Zur Verbesserung der Futterverwertung ist nicht immer eine vollständige Umstellung der Futterzusammensetzung erforderlich.

In vielen Fällen ergibt sich die erste Chance daraus, genauer zu verstehen, wie der Betrieb seine bestehende Fütterungsstrategie umsetzt.

Ein Futtermanagementsystem bietet Landwirten und Beratern die Möglichkeit, den Plan mit der tatsächlichen Situation zu vergleichen, Abweichungen zu erkennen und deren Auswirkungen im Zeitverlauf zu bewerten.

Durch die Verknüpfung von Rationsmanagement, Wiegevorgängen, Zutatenqualität, Futterausgabe und Leistungsdaten können Milchviehbetriebe letztendlich den Schritt von der reinen Futterverwaltung hin zu einer aktiven Steuerung der Fütterungsleistung vollziehen.

Übernehmen Sie die Kontrolle über Ihren Fütterungsprozess

Erfahren Sie, wie die Präzisionsfütterungstechnologien von DTM und Dinamica Generale Ihnen dabei helfen können, Rationsplanung, Futteraufbereitung, Futterausgabe und Leistungsanalyse in einem integrierten Ökosystem miteinander zu verknüpfen.

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